AKAD – Arbeitskreis Assistenzhunde in Deutschland

Logo des AKAD – Arbeitskreis  Assistenzhunde in Deutschland (Foto: AKAD)

Besucht man die Webseite des AKAD Arbeitskreis Assistenzhunde in Deutschland wird schnell klar, dass der Fokus auf der Information und der Öffentlichkeitsarbeit liegt.

Der Arbeitskreis beschreibt sich selbst als Gemeinschaft von Hundetrainern, Psychologen, Pädagogen, Tiermedizinern, Stiftungsmitarbeitern, Betroffenen und Interessierten.
Ziel sei es, so steht dort zu lesen, eine Definition des Assistenzhundes im Gesetz verankern zu lassen. Auf dieser Basis sollen dann weitere Richtlinien, Durchführungsverordnungen und Fortbildungsmaßnahmen erarbeitet werden können. Der Verein habe, so Frau Rademacher und Frau Görlinger im Gespräch mit Profihund, keinerlei wirtschaftliches Interesse, sondern zunächst den Wunsch nach sinnvollen Regeln und Gesetzen, sowie Transparenz.

Der Arbeitskreis befasst sich mit den Interessen von Assistenzhundeteams sowie mit der Finanzierung der Ausbildung. Ein weiteres Ziel ist die Qualitätssicherung für das „Produkt“ Assistenzhund. Die Gemeinschaft setzt  sich für eine einheitliche Qualitätssicherung von Assistenzhundeteams in Deutschland in den Bereichen

  • Qualität und Gesundheit von Assistenzhunden,
  • Qualitätssicherung von AssistenzhundeausbilderInnen und -prüferInnen und
  • Sachkunde von AssistenzhundehalterInnen ein.

Als erste Arbeitsergebnisse seit der Gründung im April 2016 werden auf der Webseite eine Definition für den Begriff „Assistenzhund“ vorgestellt, sowie ein Positionspapier.

Wer sind die Ansprechpartner?

Als Verantwortliche nennt das Impressum: Dr. Anke Görlinger, Viktoria Körner und Sina Rademacher (Öffentlichkeitsarbeit).

  • Dr. Anke Görlinger kommt aus der Nähe von München und ist Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie. Sie leitet als Expertin für Blindenführhunde- und Assistenzhundetraining den Lehrgang Assistenzhundetraining bei der ATN (Akademie für Tiernaturheilkunde).
  • Victoria Körner ist neben Ihrer Funktion im AKAD noch Vorsitzende des DIfA, des Deutschen Instituts für Assistenzhunde, Abenberg. Sie züchtet Labradore unter dem Zwingernamen Living Heritage, der im Labradorclub Deutschland gelistet ist.
  • Sina Rademacher ist Inhaberin der Hundeschule Doggy Camp in Hamburg und betreut das Projekt Assistenzhunde Hamburg. Informationen zu Sina Rademacher finden sich unter anderem hier.

Der Arbeitskreis ist unter folgender Adresse erreichbar: AKAD, c/o Sina Rademacher, Amandastraße 85 B, 20357 Hamburg, Telefon: 0179 45 60 700, info@ak-assistenzhunde.de

„Wir wünschen uns ein geregeltes Assistenzhundewesen und etwas mehr Gehör“

Was ist ein Assistenzhund laut AKAD?

Einen Assistenzhund definiert der AKAD als einen durch Charakter, Gesundheit und Ausbildung geeigneten Hund, der spezielle Hilfeleistungen für seinen Halter, einen Menschen mit Behinderung, erbringt und daher für diesen ein medizinisches Hilfsmittel darstellt. Assistenzhunde sollen Teilhabe und Selbstbestimmung ihres Halters erweitern, in dem sie im Alltag unterstützen. Als Assistenzhunde definiert der AKAD Blindenführhunde, Servicehunde und Signalhunde. Voraussetzung für die Bezeichnung als Assistenzhund soll, so der AKAD, die Überprüfung der Gesundheit und des Wesens des Hundes, sowie der Assistenzleistung des Assistenzhundeteams durch ein Sachverständigengremium sein. Diese Definition kann hier auf der Webseite eingesehen und als pdf heruntergeladen werden.

Qualität von Hund und Ausbildung muss geregelt sein

In einem Positionspapier prangert der AKAD fehlende gesetzliche Definitionen, Qualitätssicherungen und Regularien an, die den Markt für AssistenznehmerInnen, ÄrztInnen, TherapeutenInnen und HundetrainerInnen intransparent machen. Eines der wichtigsten Ziele des Arbeitskreises sei daher, so das Positionspapier, eine gemeinsame, einheitliche Qualitätssicherung. Er fordert daher gesetzliche Regelungen für alle Beteiligten – Assistenznehmende, Assistenzhunde, Assistenzhundeteams, HundetrainerInnen, ÄrztInnen und TherapeutInnen und ZüchterInnen. Wichtig sei die Qualitätssicherung deshalb, so AKAD, weil dadurch die Assistenzhundeteams mehr Sicherheit erhalten, aber auch, weil:

„Die Hunde sind so eine Bereicherung der Gesellschaft und helfen Assistenznehmenden, ihren Alltag möglichst barrierefrei zu bewältigen, ohne dabei andere Menschen zu behindern oder zu belästigen.“ (Auszug aus dem Positionspapier)

Dieses Portrait ist Teil der Reihe „Verbände, Vereine… und viele Fragen„.

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