Verbände, Vereine und … viele Fragen

Nehmen wir an, ich suche einen Assistenzhund für meine ganz speziellen Bedürfnisse. Wohin wende ich mich mit meinen Fragen? Im Leitartikel zu diesem Blog habe ich geschrieben, dass das Assistenzhundewesen in Deutschland noch wenig strukturiert ist. Es gibt viele Verbände, noch mehr Vereine und einige Stiftungen. Manche arbeiten regional, andere deutschlandweit. In der Serie „Verbände, Vereine und … viele Fragen“ werde ich in loser Folge die Anlaufstellen und die beteiligten Personen kurz vorstellen, damit man sich diese Infos nicht alle einzeln aus dem Netz zusammensuchen muss.

Die Bandbreite ist groß

Bei Interesse an einem Assistenzhund macht es durchaus Sinn, sich zunächst an einen Verband oder Verein zu wenden. Die Frage ist an welchen? (Foto: Pixabay)

Die Ausrichtung der Verbände, Vereine und Stiftungen ist unterschiedlich.Sie reichen von reiner Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Auftragsbeschaffung für Assistenzhundetrainer und damit zu handfesten wirtschaftliche Interessen. Manche dieser Organisationen bilden selbst Assistenzhunde aus, manche hängen eng mit Trainernetzwerken zusammen. In diesem Fall finde ich persönlich es schwierig, die gemeinnützige von der eigennützigen Arbeit zu trennen. Manche beschränken sich auf Öffentlichkeitsarbeit, auf Lobbyarbeit, auf rein politische Arbeit oder auf die Vermittlerrolle. Sie vermitteln zwischen den Menschen, die für ein Mensch-Hund-Team nötig sind: Angefangen beim Züchter über den Hundetrainer, die Finanzierung und den künftigen Besitzer des Assistenzhundes. Oder sie versuchen durch politische und Verbandsarbeit, Assistenzhunde bekannter zu machen. Das große Ziel ist dann, nicht nur Blindenführhunde, sondern auch die anderen Assistenzhunde in den Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen aufnehmen zu lassen.

Verbände, Vereine und Stiftungen im Portrait

Um alle diese Einrichtungen ein wenig vergleichbarer zu machen, werde ich die Vereine und Verbände, die mir im Laufe meiner Arbeit mit Profihund – dem Assistenzhundeblog begegnen, hier vorstellen. Die Portraits sind reine Beschreibungen der Organisationen. Die Portraits enthalten keine Bewertungen der Qualität der Arbeit oder der Assistenzhundeausbildung dieser Organisationen. Die Entscheidung, mit welchem der Verbände, Vereine Interessenten für einen Assistenzhund zusammenarbeiten, obliegt jedem selbst. Als Profihund werde ich hier keine Empfehlungen abgeben.

Neben Name der Institution, Adresse und dem Namen des Vorstandes sind für den Interessenten am Assistenzhund die Aufgaben des Vereins oder Verbands wichtig. Fast noch wichtiger ist die Frage, was kann dieser Verein oder Verband für mich tun? Wieso und mit welchem Ziel wurde er gegründet? Wen kann ich in dieser Organisation ansprechen, um meine konkreten Fragen zu stellen oder erste Informationen zu bekommen? Wie arbeitet der Verein und was konnte er bereits erreichen? Die Zahl der Mitglieder gibt Auskunft über die Größe der Organisation. Ein kurzes Interview mit dem Vorstand bzw. dem für die neuen Mensch-Hund-Teams zuständigen Ansprechpartner soll dann die Vorstellung ergänzen. Ich bin selbst gespannt, wie offen die Verbände, Vereine und Stiftungen sind – und welche Ziele sie verfolgen. Natürlich außer dem einen Ziel, für das auch Profihund steht: Gemeinsam die Akzeptanz von Assistenzhunden zu fördern.

Begegnet sind mir bisher folgende Organisationen:

Wenn ihr weitere Vereine oder Verbände kennt – mailt mir bitte die Webadresse.

2 thoughts on “Verbände, Vereine und … viele Fragen

  1. So grundsätzlich finde ich die idee die vielen unterschiedlichen anlaufstellen mal zusammenzufassen garnicht schlecht.leider gibt es aber bei den vielen anbietern durchaus auch schwarze schafe (einer ist hier schon gelistet) und wenn hier..klar das ist dann subjektiv…keine bewertung der qualität erfolgt dann ist es nicht mehr wie ein adressenverzeichnis.

    1. Danke für die Anmerkung. Das ist richtig – viel mehr als einen Überblick wollte ich mit diesen Portraits aber auch gar nicht geben. Denn so wie ich Zeit brauchte, um die Adressen zusammen zu suchen, so kann ich hier den Interessenten genau diese Arbeit abnehmen. Nicht mehr und nicht weniger. Durch die Interviews wird es dann noch etwas persönlicher und informativer als ein reines Adressverzeichnis. Eines ist aber ganz klar: Die Bewertung der Qualität (wessen auch immer) ist und kann nicht meine Aufgabe sein. Ich kann die Prozesse publizistisch begleiten, die letztendlich möglicherweise zur Definition eines Qualitätsstandards für alle Beteiligten führen – mehr aber auch nicht.

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